Posts tagged ‘Dichotomies’

Wanna be a scientist?

June 5th, 2006

Check that your criterions are bleeding edge. Be conscious about what you are doing. Define your science. Analyze your methods. Discuss the results, but draw clear distinctions. Exert precision.

Go ahead, take the scissors. Make sure your knifes are sharp. Be careful not to cut yourself, though. And, beware of dichotomies. Cut through them. Eventually, consider philosophy of science. Cut the scissors.

Please, do not hurt anyone. Yes, this includes yourself.

Half de-dichotomized

May 26th, 2006

FRONT -- Stamped for dichotomy

In case you are in need of de-dichotomization get yourself a De-Dichotomy Stamp, too.

This and that

March 11th, 2006

This sentence does in fact not have the property it claims not to have.
— Robert Boeninger

A wonderful example of a not so obvious self-contradictory sentence. It is discussed in Metamagical Themas: Questing for the Essence of Mind and Pattern by Douglas R. Hofstadter. Some more examples of paradoxical statements, a great illustration of troublesome self-reference, and why it simply is all about this and that may be found in the h2g2‘s entry on “self-reference“.

das maß der dinge

February 26th, 2006

Empfehlungen sind mit Vorsicht zu genießen. Beispielsweise mit der Vorsicht auf die Bühne des Akademietheaters, wo ich Neil LaBute’s “the shape of things” sehen und hören durfte — in einer wunderbaren Fassung von Igor Bauersima und gelungener deutscher Übersetzung von Jakob Kraut: das maß der dinge.

Es war ein Fehler! (Adam, eingestehend)
— Ja. Wie groß war der Fehler? (Evelyn)

Ein faszinierendes Spiel mit Dichotomien, in dem sich unversehens die Zuschauerinnen und Zuschauer wiederfinden, und nicht nur als ebensolche.

Frag nicht warum, wenn das Was vor dir steht. (Evelyn)

Damit ein Ding ein Ding wird, unterscheiden wir es von dem, was noch nicht das Ding ist, was aber doch schon Ding war. Und das Maß selbst nicht minder, das universelle Messer, mit dem wir Gut und Böse trennen, mit dem wir unsere geschätzten und dann lieb gewonnenen Dinge im Maß halten. Auch modellieren, und sei’s mit Schönheitsoperationen.

Es war kein Statement, das war Pornographie. (Jenny)
— Es war keine Pornographie, das war ein Statement. (Evelyn)

Argumente und Begründungen sind schnell gefunden, Hauptsache wir haben Unterscheidungen, an denen wir festhalten können. “Provozieren kann jeder” heißt es, aber “es muss Grenzen geben”. Eben. Die Grenzen der Grenzziehung.
Was ist Kunst? Was ist Wissen(schaft)? Was ist ein Experiment? Und wo sind die Grenzen? Schnell wird das Theaterstück selbst zum Experiment.

Wer war ich vor dem Experiment?
Wer bin ich jetzt? — Joachim Lux, im Programmheft

In Wien bietet sich am Montag, 6. März 2006 nochmal Gelegenheit zur wärmstens empfohlenen Vorsicht im Akademietheater um 20 Uhr: das maß der dinge. Oder:

Dann müssen wir uns wohl darauf einigen, dass wir uns nicht einigen. (Adam)